Hast du die falsche Ladelösung für dein E-Auto?
- Dirk Henningsen
- 12. Juni
- 8 Min. Lesezeit
Was solltest du beim Laden von Elektroautos in 2026 bei deinem Ladeequipment beachten, um Geld und unnötigen Ballast zu sparen?
In diesem Artikel und dem folgenden Video spreche ich über das wohl wichtigste Thema zu deinem E-Auto, nämlich die Möglichkeiten und Fallstricke, die es gerade 2026 zum Laden gibt.
Wenn du schon länger E-Auto fährst wirst du jetzt vielleicht denken, darüber weiß ich schon alles, aber ich kann dir versprechen, dass die Überlegungen im Video neu sind oder ein Aha-Erlebnis auslösen werden mit dem du nicht gerechnet hast, also schaue weiter.
Ich würde zum Beispiel eher eine mobile Ladestation kaufen als ein neues Typ-2-Ladekabel. Warum das erkläre ich gleich.
Die Entwicklung beim Laden von E-Autos macht dieses Jahr einen gewaltigen Sprung. BYD plant 2026 alleine in Deutschland 300 Flashcharger zu bauen, die 1.000kW Ladeleistung haben und Autos wie den Denza Z9GT mit einer 122kWh großen Batterie in knapp 10 Minuten von 10 auf 97% laden können, so dass der Ladevorgang zum Boxenstopp wird und sich immer öfter die Frage stellt, warum man unterwegs überhaupt noch langsam AC laden sollte.
Keine Angst, ich empfehle dir nicht, zu Hause deinen eigenen Flashcharger mit 1.000kW Ladeleistung aufzubauen, sondern zeige dir in diesem Video ein neues Ladegerät aus einem ungewöhnlichen Blickwinkel.
Exkurs für Neu-Einsteiger in die E-Mobilität zum Laden allgemein
Weil in letzter Zeit viele meiner Zuschauer neu zur E-Mobilität gekommen sind, ganz kurz ein Exkurs zum Laden allgemein.
Es gibt drei typische Orte an denen du dein E-Auto lädst, im Idealfall immer dann wenn es sowieso gerade parkt.
Zu Hause, bei der Arbeit und öffentlich.
Bei den ersten Punkten wird häufig langsam via AC geladen, wir reden von 11-22kW und öffentlich, wenn du unterwegs bist hat sich mittlerweile das ultraschnelle DC-Laden mit 300-400kW durchgesetzt.
Als ich vor 9 Jahren aufs E-Auto umgestiegen bin war die einhellige Meinung in der Branche, dass man an jedem Parkplatz, am besten auch an der Straße eine AC-Ladesäule bauen soll damit alle E-Autos geladen werden können und nur für die Langstreckenfahrten an den Autobahnen Schnelllader aufgebaut werden müssen.
Deswegen brauchte man auf jeden Fall ein Typ-2-Ladekabel das für die meisten AC-Ladesäulen erforderlich ist, an den DC-Ladesäulen sind die Kabel dran.
Die Typ-2-Kabel kosten aktuell 110-150 Euro für No-name-kabel und bis zu 300 Euro für hochwertige Kabel oder Sonderlängen.
Weil zusätzlich die Schnelllader an den Autobahnen oder bei Überlandfahrten zu selten und die Reichweiten zu gering waren, kamen auch noch mobile Ladestationen zum Einsatz mit denen man an den roten Kraftstromsteckdosen oder an blauen Steckdosen auf dem Campingplatz bzw. im Notfall auch noch an der normalen Schukosteckdose laden konnte. Für meine mobile Ladestation, die ich zu Hause als Wallboxersatz und unterwegs in den ersten Jahren genutzt habe, den Juice Booster 2, habe ich mit den entsprechenden Adaptern und Verlängerungskabel im März 2017 1.600 Euro gezahlt.
Ich habe also 1.900 Euro für Ladelösungen ausgegeben, um mein E-Auto flexibel unterwegs und zu Hause laden zu können.
Das geht heute sehr viel preiswerter. Zum einen weil ich dir gleich einen überraschenden Vorschlag mache und zum anderen weil vieles besser und günstiger geworden ist.
Lass uns noch mal die Ladesituation zu Hause oder bei der Arbeit näher anschauen.
Gerade bei der Arbeit hat dein Arbeitgeber meist eine Wallbox aufgebaut, vielleicht sogar mit Kabel. Zu Hause sieht das dann schon anders aus, denn neben einer fest montierten Wallbox nutzen einige so wie ich auch eine mobile Ladestation, die einfach über einen CEE16 oder CEE32 rot Drehstromanschluss angeschlossen wird.
Das hat den Vorteil, dass keine teure Installation einer Wallbox erforderlich ist, vor allem für Mieter ist das interessant, sondern entweder vorhandene Drehstromsteckdosen genutzt oder neue kostengünstig installiert werden können.
Weil ich mir in den letzten 9 Jahren nie eine feste Wallbox installieren lassen wollte und konnte, nutze ich seitdem nur mobile Wallboxen, wie z.B. den besagten Juicebooster für 1.600 Euro am Anfang und seit neuestem das Rheidon PC200 Pro 11K mobile Ladegerät für 399,- Euro unverbindliche Preisempfehlung.
Das PC200 Pro hat die typischen Adapter für unterwegs, wie Schuko, CEE16 rot und blau und auch einen für das Typ-2-Laden, der uns zum Aha-Erlebnis führt. Im Preis von 399,- Euro ist der CEE16 rot enthalten, weitere genannte Adapter können zusätzlich gekauft werden.
So kann ich das mobile Ladegerät für 80 Euro extra als Typ-2-Ladekabelersatz nutzen, wenn ich es die wenigen Male brauche, zum Beispiel im Urlaub, wenn ich die mobile Ladestation ohnehin dabei habe. Dadurch spare ich mir den zusätzlichen Kauf eines separaten Typ-2-Ladekabels und habe trotzdem beide Möglichkeiten dabei.
Genau das ist der ungewöhnliche Blickwinkel von dem ich gesprochen habe: Spare dir den zusätzlichen Kauf von einem Typ-2-Ladekabel für die immer seltener werdenden Momente die du es wegen der besseren Ultraschnellladeinfrastruktur brauchst und nimm dafür lieber eine mobile Ladestation mit Typ-2-Adapter als Ersatz.
Doch jetzt zum Rheidon PC200 Pro Ladegerät.
Weil ich den Vorgänger schon seit über 2 Jahre mit Begeisterung nutze, war ich besonders auf die Verbesserungen gespannt und habe ihn gleich angeschlossen und getestet.
Zuerst zeige ich dir wie ich ihn unterwegs als Typ-2-Kabel nutze.
Schauen wir uns als nächstes die App vom Rheidon PC200Pro an.
Die App an sich ist ein großer Fortschritt im Vergleich zum PC200, der keine hatte. Mit der App kann ich viele Einstellungen zusätzlich vornehmen und erhalte einen ganz neuen Funktionsumfang für das mobile Ladegerät.
Man merkt allerdings an einigen Stellen, dass die App ein Erstlingswerk ist und ich kann euch nur empfehlen, Verbesserungsideen an Rheidon Tech zu melden, denn so wie ich den Support in den letzten beiden Jahren erlebt habe, sind sie sehr daran interessiert die Nutzererfahrung zu verbessern, so dass die App kontinuierlich besser wird.
Aktuell ist der Bedienungsablauf an der einen oder anderen Stelle noch etwas umständlich, was dadurch entsteht das es sehr viele Einstellmöglichkeiten gibt die nachfolgende Einstellungen bedingen. Diese sind dann teilweise unsichtbar oder nicht nutzbar, was auf den ersten Blick nicht erkennbar ist. Auch ist in der App vieles ausgegraut, wenn das mobile Ladegerät nicht mit dem WLAN oder per Bluetooth mit dem Smartphone verbunden ist, obwohl die Funktionen zumindest teilweise, nutzbar sind. Dadurch sieht man die Menüpunkte schlechter und weiß zudem auch nicht ob die ausgegraute Funktion nun nutzbar ist oder nicht.
Bei der Inbetriebnahme solltest du als erstes die App und das Ladegerät via Bluetooth und WLAN koppeln. Für den weiteren Betrieb macht es dann Sinn, immer die Bluetooth-Verbindung herzustellen. Sobald die Verbindung steht sind zusätzliche Einstellungen möglich und es wird die Ladehistorie mit den letzten Ladungen aktualisiert, die dann in der App sichtbar und für die Abrechnung sogar extra als Exportdatei, verfügbar sind.
Als nächstes kann man dann den Lademodus bei der PC200Pro wählen.
Hier stehen je nach Stromversorgung Plug Now, ECO, MAX oder MANUAL zur Verfügung. Was für die Bedienung wichtig zu wissen ist, dass der Lademodus Standardeinstellungen setzt, die nicht geändert werden können. So ist bei Max die Stromstärke auf 16A eingestellt und kann nicht reduziert werden, bei Plug Now kann man nur sofort laden und nicht die Ladung für später planen und bei Manual hat man die meisten Einstellmöglichkeiten.
Fahrzeugverwaltung beim mobilen Ladegerät Rheidon PC200Pro
Einmalig zum Start sollte man seine Elektroautos in die App einpflegen weil die spezifischen Daten der Fahrzeuge wie Ladeleistung, Akkugröße und Verbrauch z.B. für den Ladeplaner genutzt werden, um die Ladung zum gewünschten Zeitpunkt fertig stellen zu können.
Der neue Ladeplaner bei der PC200Pro
Wenn man sich noch weniger Gedanken ums Laden machen möchte, kann man den Ladeplaner auch einfach die Fragen wie viele Kilometer man morgen fahren möchte oder wie viele kWh man laden will beantworten und der Ladeplaner übernimmt die Kalkulation wann der Ladevorgang starten muss, um die Anforderungen zu erfüllen.
Auch kann man hier noch weitere Einstellungen zur Ladeoptimierung vornehmen und z.B. schnell oder langsam laden.
Werden mehrere Fahrzeuge geladen oder von verschiedenen Fahrern benutzt, macht die Mitgliedsverwaltung Sinn. Hier kann ich Benutzer autorisieren oder RFID-Karten einpflegen, so dass nur die hinterlegten Karten bzw. Nutzer die Ladung starten können. Das ist besonders hilfreich wenn das mobile Ladegerät zwar auf privaten Gelände steht aber öffentlich zugänglich ist. Die Nutzung von RFID-Karten ist aktuell noch nicht möglich, soll aber in Kürze freigeschaltet werden.
Aber natürlich funktioniert der PC200 Pro auch völlig ohne App oder wenn die App keine WLAN- oder Bluetooth-Verbindung hat. Das kann z.B. in der Tiefgarage passieren oder gerade in Deutschland mit dem schlechten Mobilfunknetz sogar im Vorgarten, wie bei mir.
Am mobilen Ladegerät kann ich im Offlinemodus die Stromstärke aber auch zeitverzögertes Laden über die drei Knöpfe einstellen.
Lösung bei Erdungsfehler mit dem Rheidon PC200Pro
Was in der Praxis auch immer mal wieder wichtig ist, dass trotz Erdungsfehler geladen werden kann. Das bedeutet, auch wenn der PC200Pro erkennt, dass die Erde bei der Steckdose fehlt, kann geladen werden. Das passiert nicht nur in Skandinavien mit seinem IT-Netz, das keine Erde nutzt, sondern auch wenn du per V2L an einem anderen E-Auto laden willst oder einfach eine Mehrfachsteckdose mit dem Schukoadapter verwendest.
Den Erdungsfehler überbrückst du in dem du an der mobilen Ladestation die mittlere Taste mit der Uhr 5 Sekunden gedrückt hältst.
Sicherheitshinweis: Bitte beachte, dass diese Funktion nur für den Notfall gedacht ist und du im Zweifel eine Elektrofachkraft hinzuziehst bevor du lädst.
Schutz vor Überhitzung beim mobilen Ladegerät Rheidon PC200Pro
Selbstverständlich hat die PC200 Pro auch einen Überhitzungsschutz, insgesamt messen 3 Temperatursensoren den jeweiligen Stecker wie z.B. den CEE16 rot, das Ladegerät und die Steckverbindung zwischen Adapter und Ladegerät. So sind alle kritischen Elemente überwacht und der Ladevorgang wird sofort gestoppt, wenn die Temperatur zu hoch ist.
Funktioniert PV-Überschussladen mit dem Rheidon PC200Pro?
Kommen wir noch zu einer Frage, die gerade PV-Anlagen-Betreiber interessieren wird. Mit dem PC200Pro ist PV-Überschussladen nur mit einem extra Gerät möglich. Da das PC200Pro aktuell nicht direkt mit dem Wechselrichter verbunden werden kann, muss der Stromfluss von der PV-Anlage der die Höhe der Ladeleistung bei dem PC200Pro beeinflusst, über den intelligenten Lastmanager Rheidon AC550, ermittelt werden. Dieses Gerät ist in Kürze Verfügbar. (Stand 12.06.2026)
Wie ist das Handling unterwegs mit dem mobilen Ladegerät?
Weil die Kabel vom mobilen Ladegerät sehr flexibel und trotzdem stabil sind kann man sie gut in der Transporttasche verstauen. Kommen aber noch mehrere Adapter wie z.B. der Schuko-, CEE16 blau und rot- und vor allem der Typ-2-Adapter dazu, wird es eng. Hier ist aber wohl eine größere Tasche in Planung.
Meine Erfahrungen mit dem Support von Rheidon Tech zum PC200Pro und anderen Geräten in den letzten zwei Jahren
Was für mich auch immer wichtig ist, ist der Support. Aufgrund meines Feedback sind bereits einige Verbesserungen bei der App aber auch Hardware eingebaut worden, so dass ich dir empfehle, direkt nach dem Kauf das aktuelle Firmwareupdate für den PC200Pro herunter zu laden. Rheidon Tech hört natürlich nicht nur auf mich, sondern auf alle seine Kunden und baut die Verbesserungs-Ideen zeitnah ein oder hilft bei Fragen. So ist wie gesagt der PC200Pro entstanden, weil viele Kunden sich mehr Adapter, eine bequeme Bedienbarkeit per App und mehr Einstellmöglichkeiten bezüglich Ladeplanung und Nutzerverwaltung für eine mobile Ladestation gewünscht haben.
Das beste ist, dass der PC200Pro dabei mit 399,- unverbindlicher Preisempfehlung überraschend günstig geblieben ist und auch die optionalen Adapter mit 59-80 Euro z.B. für den Schuko und den Typ-2-Adapter preiswert sind.
Als mein Zuschauer bekommst du darüber hinaus für eine befristete Zeit 30 Euro extra Rabatt, wenn du über diesen Link hier bestellst.
Für deinen Kauf bekomme ich eine kleine Provision, so dass du meine Arbeit zusätzlich unterstützt.
Meine Empfehlung für E-Auto-Umsteiger:
Zum Start wenn du gerade zum E-Auto umsteigst und noch keine Ladestation hast, empfehle ich dir zusätzlich zur Grundausstattung vom PC200Pro noch den Schuko- und Typ-2-Adapter zu kaufen, so dass du ohne Rabatt bei 538,- Euro landen würdest. Mit diesem Set sparst du dir ein Notladegerät, ein Typ-2-Kabel sowie eine feste Wallbox und bist trotzdem optimal ausgestattet.
Ich freue mich darauf, dich im nächsten Video wiederzusehen oder im nächsten Artikel wieder zu lesen.
Bis dahin dir eine schöne Zeit.
Dein Dirk Henningsen


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